Unsere Mütter kauften Dinge, damit kein Krieg geschieht

Regie Ivan Strelkin
Bühnenbild/Choreografie Antonia Koluiartseva
Text Elena Skulskaja
Premiere 10.4.2015 am Teater von Krahl (Tallinn)

Der Autor veröffentlicht einen Roman mit dem Titel „Unsere Mütter kauften Dinge, damit kein Krieg geschieht“. Es werden genau 8 Exemplare des Buches verkauft, nicht mehr und nicht weniger. Der Autor ist besessen davon, die 8 Käufer seines Romans ausfindig zu machen, um herauszufinden, wer sein Werk braucht und warum. Die Suche wird mit Hilfe des Alter Ego des Autors, eines Journalisten, durchgeführt. Die Reise der Männer gestaltet sich unerwartet schwierig, denn alle Personen, die mit dem Roman in Berührung gekommen sind, beginnen zu sterben oder zu verschwinden. Erinnerungen und Fantasien geraten durcheinander, und die Beziehungen werden sehr unübersichtlich. Das Schlimmste aber ist, dass der Schriftsteller entdeckt, dass er selbst vielleicht nicht mehr lebt. „Unsere Mütter kauften Dinge, damit kein Krieg geschieht“ basiert auf dem gleichnamigen absurd-poetischen Roman von Jelena Skulskaja, der 2013 in der Übersetzung von Ingrid Velbaum-Staub auf Estnisch erschien. Die Aufführung bietet dem Publikum ein faszinierendes Raumerlebnis, bei dem die Schauspieler*innen überall um und zwischen den Zuschauer*innen spielen. Die Dramaturgie und die Inszenierung setzen Skulskajas Roman mit einer komischen und absurden Wendung fort. Die Produktion ist eine Zusammenarbeit des Trios Iwan Strelkin, Jelena Skulskaja und der Choreografin Antonia Kolujartseva.

ÜBER DAS STÜCK IM ARCHIV DES THEATERS VON KRAHL LESEN (AUF ESTNISCH)