Der verlorene Geburtstag

Regie und Text Ivan Strelkin
Auf der Bühne Stella Wiemann und Josefine Reich
Premiere 2.11.2023 am Pygmalion Theater (Wien)
Eine Produktion von Flirty Horse Art Collective
Fotos Lukasz Czapski

Anna ist Wienerin. Eines Tages kommt sie von der Arbeit nach Hause und erfährt, dass ihr Freund Paul eine Überraschungsparty für sie vorbereitet hat. Genau. Sie hat vergessen: Sie ist 30 Jahre alt geworden, und heute ist ihr Geburtstag. Schon bald merkt sie, dass Paul viele Leute eingeladen hat, die sie niemals einladen würde: ihren Ex-Mann, ihren nervigen Chef, ihren übergriffigen Ex-Freund usw. Bei dem Versuch, sich durch die Partygesellschaft zu manövrieren, um unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, stößt sie auf ihren Vater, der vor einigen Jahren verstorben ist, und merkt, dass mit dieser Geburtstagsfeier etwas nicht stimmt. Die Performance entpuppt sich als eine Parabel über Selbstreflexion und Emanzipation, und der 30. Geburtstag stellt den Wendepunkt im Leben dar, an dem Anna ihre Erfahrungen und Entscheidungen neu bewertet.

Der Abend beginnt wie eine alltägliche Geschichte – eine Überraschungsparty für Anna. Doch ziemlich bald werden wir in eine Welt der Phantasmagorie gelockt, in der wir Gestalten aus Annas Vergangenheit begegnen und den Schmerz aus ihren Erinnerungen empfinden, die viele von uns auch betreffen könnten: Sehnsucht nach Elternliebe, Trennung vom Partner, Krankheit und Tod der Geliebten.  Eine Reise zum Erwachsenwerden und zur inneren Freiheit, meisterhaft dargestellt von zwei Spielerinnen. Ein empfehlenswerter Abend, geprägt von präziser Regiearbeit, lebensbejahendem Humor und kreativem Einsatz der minimalistischen Mittel der Produktion
Ira Süssenbach, Regisseurin

It was such a pleasure to watch the premiere of „der verlorene Geburtstag“ This performance creates definitely deep emotions and touches your soul in the most artistic way
Antigoni Chalkia, Sängerin, Wiener Staatsoper

Very great, very touching, very-very good text and topic, fantastic actresses and movers. I liked how together they are, they feel each other and listen to each other. I liked it a lot how the dramaturgy was built up, the choices of dynamics. Bravo
Benedikt Steiner, Schauspieler und Regisseur, Landestheater Linz